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19.09.2017

Fotos & Bericht: Reise in die Domstadt Fulda

Seniorenausflug der Pfarrei St. Josef am 7.9.2017 nach Fulda

„Ist das der Bus?“ -  Nee, das sieht aus wie ein LKW.“  „Doch – das ist der Bus!“ Pünktlich um viertel vor acht geht es los vom Turmsaal an der Heilig Kreuz-Kirche, über die Schäfflestraße und Sankt Hildegard, um alle 38 Mitfahrer einzusammeln. Ein prüfender Blick gen Himmel und auf die Smartphone-Wetterapp zeigen: Um 13 Uhr soll es regnen! Da sind wir dann aber beim Mittagessen. Warten wir es also ab…

Ohne Stau und super pünktlich kommen wir um 9.15 Uhr am Dom an. Beeindruckend, der große Platz, das barocke Gebäude. Doch wir gehen weiter zur Michaeliskirche, wo um 10 Uhr unser gemeinsamer Gottesdienst mit Pater Helmut Schlegel vom Meditationszentrum Heilig Kreuz beginnt. Die Kirche aus dem 9. Jahrhundert ist sehr schön. Wir sitzen im Rundbau unter der Kuppel im Kreis um den Altar, umgeben von diesen schlichten romanischen Bögen, wunderbar hell gestaltet. Die freundliche Küsterin hat alles schon vorbereitet. Wir hören von der Berufung des Petrus, dessen Aufgabe zukünftig darin bestehen soll, Menschen für das Reich Gottes zu gewinnen. Unser Gesang ist andächtig und kräftig, und wie es sich ohne Organist gehört, sinken wir bei jeder Strophe ¼ Ton nach unten ab.

Reise durch die Epochen der Stadt

Anschließend teilen wir uns auf für die Führung, die durch das Stadtschloss und durch die Altstadt geht. Schön angelegt sind die Blumen im Schlossgarten, prachtvoll die Sääle mit der barocken Ausstattung, mit golddurchwirkten Seidentapeten und einem kleinen, aber feinen Spiegelkabinett. Reichtum und Macht. Da hat sich über die letzten Jahrhunderte wenig geändert.

In Fulda bestürzt der Hexenturm, in dem 270 Frauen gequält und ermordet worden. Wir erfahren, dass auch ihre Familien damit in Ruin und Verachtung getrieben wurden. Dann geht es über Kopfsteinpflaster, und weil wir doch ein wenig in Verzug sind, eilen wir nun schnellen Schrittes zum Mittag essen in die „Wiesenmühle“.

Das Essen mundet sehr gut, es ist frisch und heiß und pünktlich sind alle Essen auf dem Tisch. Bier, Apfelwein und Schorle schmecken vorzüglich. Wir fühlen uns wohl, und der große runde Tisch ist mit fast 20 Teilnehmern gut besetzt und macht Freude. Übrigens: von Regen keine Spur! Die Sonne kommt sogar raus…

Auch Zeit für sich

Nun haben wir Zeit zum Ausruhen, schauen oder einkaufen. Viele treffen sich wieder im nahe  gelegenen, phantastisch blühenden Dahlien-Garten. Ein Nickerchen auf der Bank, Fotos für die facebook-Seite – jede kommt auf ihre Kosten. Um halb vier treffen wir uns im edlen Café Thiele. Man kann sich kaum entscheiden zwischen den vielen verschiedenen Torten und Kuchen. Angeregte Unterhaltung begleitet die Kaffeerunde, und wir treffen uns danach auf dem Platz vor der Stadtkirche St. Blasius, wo der Bus uns abholt kann. Unser nettes Busfahrerpaar Koch begleitet uns wie im letzten Jahr und ist hilfreich in jeder Hinsicht – Rucksäcke oder eingepacktes Essen tragen sie gerne zum Bus zurück, damit wir es nicht herum schleppen müssen. Vor der Stadtkirche finden wir im Boden eingelassen das Spiel „Himmel und Hölle“. Frau Göbel springt und hüpft und liest uns schließlich vor, was „Dr. Google“ zu dem Thema zu sagen hat. Auch Pater Helmut ist lebhaft interessiert an den alten Fliesen.

Ein schöner Tag geht allmählich zu Ende. Viele Menschen, die sich nicht kannten, kamen miteinander ins Gespräch. Alle vier Kirchorte waren vertreten. Unser Ehrengast von den kleinen Schwestern Jesu, Sr. Cecile, war mit ihrem 96 Jahren ein Vorbild für uns alle.

Auf der Rückfahrt lauschten wir Vertonungen christlicher Liedtexte und, das gehört bei Ehepaar Koch unbedingt dazu, dem guten alten Vico Torriani, Gott habe ihn selig.

Frau Göbel und ich waren sehr erleichtert auf der Rückfahrt: alles hatte super geklappt! Und der herzliche Dank der Mitfahrer bestätigte es uns noch einmal: es war ein gelungener Tag.

von Ricarda Moufang

Foto